Rückstausicherung

Wie entsteht eigentlich Rückstau in Kanalsystemen?
Häufig treten heftige Niederschläge nach langen Hitzeperioden oder bei plötzlichen Änderungen der Wetterlage mit großen Temperaturschwankungen auf. Diese Regenschauer übersteigen oftmals die Niederschlagsmengen, die bei der Auslegung der Aufnahmekapazität der Straßenkanäle oder Vorflutgräben herangezogen wurden. In solchen Situationen sind die öffentlichen Straßenkanäle häufig überlastet. Der Abwasserstand in den Kanalschächten steigt bis zur Straßenoberkante.
Wieso kommt es zur Kellerüberschwemmung?
Das Abwasser befindet sich in einem miteinander verbundenen Rohrsystem. Nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren stellt es sich somit auf ein gleiches Niveau ein. Bei Überlastung des Kanalsystems füllen sich alle Entwässerungsleitungen bis auf den höchsten Punkt, das Straßenniveau, an. Dies ist die so genannte Rückstauebene. Alle Räume mit ungesicherten Ablaufstellen, die unterhalb dieser Rückstauebene liegen, werden nun überflutet.

| 1. Kanal |
4. Regenwasserpumpanlage |
7. Waschbecken |
| 2. Speicher |
5. Kellerablauf |
8. Straßenablauf |
| 3. Filter |
6. Revisionsöffnung |
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Quelle: Fa. Kessel


Achtung
Achten Sie also darauf, dass die Abläufe aus dem Haus und die Absperrvorrichtungen gegen einen Rückstau regelmäßig von einer Fachfirma gereinigt und gewartet werden. Nur so sind Sie vor bösen Überraschungen bei einem Rückstau sicher. Bei speziellen Fragen wenden Sie sich bitte an ihren Sanitärinstallateur.


Hebeanlage
Regen- und Toilettenabwasser, das unterhalb der so genannten Rückstauebene anfällt, sollte in den öffentlichen Kanal über eine automatische Hebeanlage, d.h. eine Pumpe, eingeleitet werden.


Rückstauebene
Als Rückstauebene gilt die Höhe von 10 cm über der endgültigen Straßenoberkante an der Anschlussstelle.
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